Gedenkarbeit voranbringen

Moratorium für JVA-Gelände bleibt

Vor etwa einem Jahr wurde der von der Stadtfraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN eingebrachte Antrag mit knapper Mehrheit bestätigt, für eine Gedenkarbeit am Standort der ehemaligen JVA Zeit zu geben. Seither haben Opferverbände und die Stadt fünf Jahre Zeit, sich ernsthaft um ein funktionierendes Gedenk-Konzept am Standort der Justizvollzugsanstalt zu kümmern.

Am vergangenen Donnerstag wurde in der Stadtvertretung beantragt, das Moratorium für die Gedenkarbeit auf dem Lindberg zu kippen. Dieser Antrag wurde auch durch das große Engagement von Rainer Kirchhefer mehrheitlich abgelehnt. Ein erneuter politischer Erfolg für unsere Fraktion.

Die größte Herausforderung sehe ich weiter darin ein sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich überzeugendes Konzept vorzulegen, egal ob mit dem Gebäude selbst oder auf eine andere Weise. Nicht nur die Stadt Neubrandenburg, sondern auch den Landkreis und das Land Mecklenburg-Vorpommern sehe ich hier in der Verantwortung

Wichtig finde ich, dass die Gedenkarbeit nicht in eine faktische Konkurrenz zu den bereits bestehenden Bemühungen um die ältere Stasi-Haftanstalt in Neustrelitz gerät.

Natürlich gibt es Nutzungskonflikte. Richtig finde ich es daher auch, dass wir auch die bauliche Entwicklung dieses innerstädtischen Bereiches hinter dem Behördenzentrum voranbringen. Es ist ein dringend erforderlicher Wohnbaustandort. So können Wohnbebauung und eine Gedenkarbeit parallel und bestenfalls mit einem gemeinsamen Fokus entwickelt werden. Ich finde, das kann sogar Modellcharakter bekommen.

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